Paul Gulda, 1961 in Wien geboren, ist Pianist, Cembalist, Improvisator und Komponist. Als Sohn des Pianisten Friedrich Gulda studierte er unter anderem bei Leonid Brumberg und Rudolf Serkin und konzertierte als Solist und Kammermusiker mit renommierten Orchestern und Musikerpersönlichkeiten wie den Wiener Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, Kurt Masur, Zubin Mehta und Yehudi Menuhin. Neben dem klassischen Repertoire entwickelte er seit den 1990er-Jahren eine intensive künstlerische Praxis als Improvisator, Ensembleleiter und Komponist. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf gesellschaftlichem Engagement, Erinnerungskultur und Friedensarbeit. Sein musikalischer Diskurs Stimmen im Widerhall entstand zum 54. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen. Seit vielen Jahren engagiert er sich zudem in zivilgesellschaftlichen Projekten und ist Mitgründer und Vorsitzender der Initiative REFUGIUS Rechnitz. Gulda verbindet musikalische Arbeit und gesellschaftliche Verantwortung auch in zahlreichen interkulturellen Projekten, etwa mit Roma-Musikern sowie mit Künstlern aus unterschiedlichen religiösen und kulturellen Traditionen.